Über Mich

Thomas Plum

Thomas Plum wurde am 15 November 1954 in Mönchengladbach geboren.

In Hamburg erhielt er den ersten Teil seiner Ausbildung zum Maler an der Hochschule für Bildende Künste. In Wien ließ er sich von 1979 bis 1981 zum Gemälderestaurator ausbilden. Seine künstlerische Ausbildung vervollkommnete er an der Akademie in Wien.

Schon seit 1980 stellte er u.a. in Wien, Zürich, Venedig, Bologna, Florenz, Mailand, London, Mönchengladbach und Hamburg, wo er auch lebt, seine Werke aus.

Es ist eine Erlebniswelt in die wir bei seinen Bildern eindringen. Das Beseelte in der Anschauung und Bildwerdung schwingt bei Thomas Plums farb- und inhalts-intensiver Malerei hinein. Es gibt sowohl bildliche Oasen zum Verweilen als auch Konglomerate motivischer und stilistischer Mannigfaltigkeit zu erkunden. Ein Fest der visuellen Wahrnehmung erwartet uns in den Stillleben ebenso wie in den narrativen, großformatigen Collagebildern.

Insbesondere in den Stillleben fesselt Thomas Plum das Traditionelle dieses Genres, das Tradierte dieser Darstellungsart, welche seit der Barockzeit im 17. Jahrhundert zeitlosen Bestand und unstillbare Faszination in sich vereint.

Es ist ein Kanon der Formen, Farben und Bildräume, welchen Plum in immer neuer Bildfindung und auch –verfremdung zu erschließen sucht. Dabei darf es durchaus zu surrealen Verkehrung der bildlich räumlichen inhaltlichen Dimensionen kommen.

In der Akribie des Detailgetreuen muten die Stillleben, die Darstellung unterschiedlichster Objekte, durchaus vertraut an – meist ohne den Vanitas – Verweis, den Verweis auf das Hinfällige, das Vergängliche – sondern vielmehr in der Farbenpracht des Dargestellten. Zur Darstellung gelangt durchaus auch Profanes, dem Alltag Entlehntes, das in seiner meist überdimensionierten Wirkung, in seiner Vergrößerung und Fokussierung an der Bedeutung und Faszinität gewinnt. Die an den Phantastischen Realismus vergangener Zeit erinnernden, auch mittelalterliche Stilelemente aufnehmenden und in zeitgenössischer Perfektion kreierten Werke tragen meist eine durchaus ernstzunehmende Gesellschaftskritik in sich. Vordergründig schön anzuschauen laden sie dazu ein genauer HINzuschauen, HINEINzuschauen.

So auch beim Werk „Zwischen den Stühlen“, das gleich einem Suchbild ein Konglomerat unterschiedlichster Bild- und Bewegungselemente in sich vereint. Zwischen den kippelnden Stühlen fließt und hüpft es, wirbeln Spielfiguren durch den Bildraum und reihen sich Bilder im Bild schwelgerisch, collagenartig an- und übereinander. Mit der Perspektive wird kunstvoll und ereignisreich auch die Eindimensionalität und damit auch die Sehgewohnheit des Betrachters ausgehebelt.

Aber auch die klassisch gegliederte Bildformation hat ihren Platz im Oeuvre von Thomas Plum. Sein Werk „ weiter geht´s im Weltgetümmel“ ist in der Art eines Triptychons, gleich einem 3-flügeligen, mittelalterlichen Altarbild gestaltet.

Hier begegnen wir linksseitig dem Paradies, rechts der Hölle, welche mittig die Welt umschließen. Nur ist auch hier nicht alles eindeutig, ist die Welt durchaus eine gewaltige Angst bergende, schaue Figuren keinesfalls hoffnungsvoll zu einem wolkenverhangenen, von Clowngesichtern gekrönten Himmel empor. Hier setzen die mittigen Stilllebenelemente, die Maske sowie der Totenschädel durchaus den Vanitas-Gedanken, den Verweis auf unsere Vergänglichkeit frei. Nur mutet das Paradies nicht wirklich paradiesisch an, auch wenn der weidende Steinbock und anzuschmunzeln scheint. Wohingegen die Hölle durchaus dämonisches in sich birgt. Was mag es sein, das uns erwartet?

Weitere Austellungstermine können Sie der Rubrik Ausstellungen auf der Homepage entnehmen.

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